Grüne Podiumsdiskussion am 17. April 2010 in Düsseldorf

Grüne Podiumsdiskussion:

„Kohlepolitik versus Klimaschutz und Erneuerbare in Nordrhein-Westfalen“

Podium mit:

  • Reiner Priggen MdL, Sprecher für Energie- und Wirtschaftspolitik der grünen Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen
  • Oliver Krischer MdB, Sprecher für Energie- und Ressourceneffizienz der grünen Fraktion im Bundestag
  • Dirk Jansen, Geschäftsleiter Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband NRW. e.V. – Mitglied in der Klimaallianz
  • Astrid Schneider, MdL im Berliner Abgeordnetenhaus, Sprecherin der BAG-Energie von B90/Die Grünen

Diskussionsleitung: Dr. Valerie Wilms, MdB, Beauftragte für Nachhaltigkeitspolitik der grünen Bundestagsfraktion

Rainer Priggen MdL, Dirk Jansen, BUND; Valerie Wilms MdB, Astrid Schneider MdA und Oliver Krischer MdB

Rainer Priggen MdL, Dirk Jansen, BUND; Valerie Wilms MdB, Astrid Schneider MdA und Oliver Krischer MdB


Die Bundesarbeitsgemeinschaft Energie von B90 / Die Grünen hat heute in Düsseldorf über die zukünftige Kohlepolitik beraten. Dabei wurde einmütig festgestellt, dass auch in Nordrhein-Westfalen keine neuen Kohlekraftwerke mehr gebaut werden dürfen, wenn Deutschland seine Klimaschutzziele einhalten will. Das gilt auch für das gerichtlich gestoppte Kohlekraftwerk in Datteln.
Wir hoffen zusammen mit den Nordrhein-Westfälischen Grünen nach der Landtagswahl am 9. Mai eine völlig andere Energiepolitik durchsetzen zu können. Ziel der Grünen Energiepolitik ist es mit mehr dezentraler Kraftwärmekopplung, erneuerbaren Energien, besser gedämmten Gebäuden und intelligenten Stromnetzen neue Kohlekraftwerke überflüssig zu machen.

Astrid Schneider (Sprecherin der BAG) mit dem Referenten Dr. Michael Sterner vom IWES und rechts im Bild Matthias Schneider (Sprecher BAG)

Astrid Schneider (Sprecherin der BAG) mit dem Referenten Dr. Michael Sterner vom IWES und rechts im Bild Matthias Schneider (Sprecher BAG)


Am Morgen stellte Dr. Michael Sterner vom Fraunhofer Institut für Windenergie und Energie-systemanalyse neuste Erkenntnisse zum zukünftigen Strommix vor: Schon im Jahr 2020 werden wir bei Fortsetzung des von den Grünen entwickelten Erneuerbare Energien-Gesetzes EEG’s fast 50% Strom aus erneuerbaren Energien im Deutschen Stromnetz haben.

Eindeutiges Ergebnis der wissenschaftlichen Analyse ist: Neue Kohle- oder Grundlastkraftwerke passen nicht in den zukünftigen Energiemix, weil nicht genügend Laufzeiten für Großkraftwerke mehr zusammen kommen. Um die schwankenden erneuerbaren Energien Wind und Sonne – die in Zukunft den größten Beitrag leisten werden – auszugleichen, brauchen wir als Ergänzung vor allem flexible Kraftwerke, überregional vernetzte Stromnetze und bessere Energiespeicher.

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