Grenzüberschreitende Menschenkette gegen Braunkohleabbau

Die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung brachte am 23. August 2014 mehr als 7500 Menschen in Deutschland und Polen auf die Straße. Noch bis in die 2030er Jahre können die bereits genehmigten Tagebaue in der Lausitz die dortigen Braunkohlekraftwerke laufen lassen – und Vattenfall will weitere Flächen überplanen lassen. Das Versprechen des ehemaligen Ministerpräsidenten Stolpe, dass Horno das letzte abgebaggerte Dorf sein werde, ist schon längst Makulatur, aber die Menschen in Kerkwitz, Grabice, Proschim, Atterwasch, Grabko und weiteren Orten kämpfen weiter für den Erhalt ihrer Heimat.

Vattenfall zahlt weder Förderabgabe noch Wasserentnahmeentgelt oder EEG-Umlage, sonst wäre die Verbrennung der Lausitzer Braunkohle (mehr als 50 % Wassergehalt!) in Uralt-Kraftwerken mit Wirkungsgraden unter 35 % nicht wirtschaftlich darstellbar. Das Kraftwerk Jänschwalde allein verursacht 2 % der deutschen CO2-Emissionen. Die Klimaziele sind bei Beibehaltung der Braunkohleverstromung nicht erreichbar, und Brandenburg könnte mit konsequenter Fortführung des Ausbaus der Erneuerbaren eine wesentlich höhere Wertschöpfung vor Ort erreichen.

braunkohledemo-2014

Dorothea Frederking (MdL) und BAG-Sprecherin Jutta Paulus

Auch Mitglieder der BAG Energie haben mitdemonstriert:

Initiiert wurde die Menschenkette vom lokalen Bündnis Klinger Runde, Greenpeace, BUND, Campact, den Naturfreunden Deutschlands, der Klima-Allianz, dem Berliner Energietisch, Anti-Atom Berlin, dem Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit der Agenda 21 Gemeinde Schenkendöbern und der polnischen Bürgerinitiative Stowarzyszenie Nie Kopalniodkrywkowej.

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