Geothermische Stromerzeugung hat in Deutschland enorme Energieerzeugungspotenziale

Zur Annahme der Studie des TAB zur geothermischen Stromerzeugung zur Regierungserklärung des Bundestages erklärt Hans-Josef Fell, forschungs- und technologiepolitischer Sprecher:

Im Sachbericht „Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung in Deutschland“ des Bundestags-Büros für Technikfolgenabschätzung (TAB) heißt es, dass geothermische Energie grundsätzlich eine ernst zu nehmende Option für die zukünftige Energieversorgung darstellt, wenn auch nur Bruchteile des geschätzten Potenzials tatsächlich genutzt werden.

Heute nahm der Forschungsausschuss des Bundestages die Studie des TAB zur geothermischen Stromerzeugung an. Dem Beschluss liegt eine TAB-Studie zu den Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung in Deutschland zu Grunde.

Wie der Bericht zeigt, hat die geothermische Stromerzeugung sehr große Stromerzeugungspotenziale. Mit einer in absehbarer Zeit entwickelbaren Technik ließe sich der gesamte Grundlaststrom in Deutschland mit Geothermie erzeugen. Neue Entwicklungen in der Anlagentechnologie könnten die Potenziale nochmals anheben und die Kosten spürbar senken. Über die reinen Stromerzeugungspotenziale hinaus kann bei der gekoppelten Strom- und Wärmeproduktion ein bedeutender Anteil des Wärmebedarfs gedeckt werden.

Eine wichtige Eigenschaft der Geothermie ist, dass sie über das ganze Jahr hinweg gleichmäßig Strom produzieren kann. Das heißt: Sie kann ohne besonderen regelungstechnischen Aufwand Grundlastkraftwerke (Atomkraftwerke, Braunkohlekraftwerke) im bestehenden Stromverbund ersetzen. Damit ist die Geothermie sehr bedeutend für die klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung.

Auch andere Umweltauswirkungen sind gering oder gut beherrschbar, so etwa ist die gelegentlich geäußerte Befürchtung der Erdbebenauslösung nach Aussage der TAB-WissenschaftlerInnen sehr unwahrscheinlich. Zudem zeigen die Chancen der Geothermie deutlich, wie überflüssig die Fortsetzung der teuren und erfolglosen Kernfusionsforschung ist.

Die Studie zum download unter: www.hans-josef-fell.de

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